Auch ohne Biber prima


Helden: Anne, Isa, Marion, Flo, Kinne, Joscha, Jan, Basti, Ivo, Jörn
Motivationsheld: Meu

In Kolonne ging’s am Freitag Abend los nach München. Im Partybus wurde wie man munkelt die Stimmung mit freundlicher Unterstützung von
Augustiner-Bräu hochgehalten. Die Altherren Flo und Jörn konnten in der Luxuslimousine den Weg zum Burgermeister weisen.
Schon beim Empfang auf dem großzügigen Olympiagelände war klar, dass man uns nicht leicht machen würde, den Vizemeister zu verteidigen.
Diverse Nationalspieler hatten sich schon unter die üblichen Verdächtigen gemischt, was auf hochklassige Spiele hoffen ließ. Nach Willkommensbieren
und Frisbeeplausch ging’s dann ab in die komfortable Schlafhalle.
Das Wachwerden am Samstag Morgen gestaltete sich dementsprechend schwierig. Unsere Gruppengegner waren nur Halle und Münster,
nachdem Stuttgart kurzfristig absagen musste. In einem sehr zerfahrenen Spiel sahen wir am Anfang überhaupt kein Land und kassierten
wegen unzähliger Wurf- und Fangfehler einige Punkte. Zu unserer Ehrenrettung konnten wir am Ende des 35min-Spieles noch mal eine gute
Punkteserie schaffen, um dennoch deutlich mit 4:8 zu verlieren. Höhepunkt auf unserer Seite, korrigiert mich bitte, wenn es das falsche Spiel ist,
war ein lupenreiner Greatest von Joscha, den ich aus reiner Bewunderung und Perplexheit aber nicht fangen wollte. ;-) Wie sich später
herausstellte, müssen wir uns aber nicht schämen, da Halle den diesjährigen Hochschulmeistertitel mit nachhause nehmen konnte.
Nach langer Pause ging’s im nächsten Spiel gegen Münster, was wir nach einer Trainerschelte und darauf folgender Motivation („Im Gegensatz
zum ersten Spiel jetzt mal sicher Werfen UND Fangen.“) auch sehr sicher runterspielten. Das Ergebnis hab ich nicht mehr ganz im Kopf,
bitte ergänzen, 13:ca.3 Als Gruppenzweiter konnten wir somit in einem Entscheidungsspiel gegen Ilmenau in den oberen Pool aufsteigen.
Hier war die Devise, nicht nur zu werfen und zu fangen, sondern auch noch gut auszusehen, was wir spontan umsetzen konnten. ;-)
Ziemlich souverän schaukelten wir das Ding in einem 50min-Spiel mit 13:ca.7 nachhause. Einen Teilverdienst daran hatte die nette
Familie von Anne, die mit leckerem Kuchenangebot unsere Kohlenhydratspeicher auffüllte.
Wie das Schicksal so spielt, hieß unser Gegner im Achtelfinale und somit letzten Spiel am Samstag Aachen. Damit war das letztjährige
Finale wiederholt und wir bekamen unsere Chance, gegen Aachen deutlich besser auszusehen als noch im Vorjahr. Dementsprechend
heiß war das gesamte Team. Gepusht durch Meu, den es kaum auf der Seitenlinie hielt und eifriger Anfeuerungsrufe konnten wir bis
zum Stand von 8:6 in einer großartigen Teamleistung eine konstante Führung halten. Vor allem unser Spiel gegen die Zone war wie vom
Zuckerbäcker, großen Respekt an alle Beteiligten für eines der besten Spiele, was ich mit euch je gemacht habe! Durch ein paar wenige
Fehler kam es leider dazu, dass Aachen das Spiel zunächst drehen konnte und 8:10 in Führung ging. Wir hatten uns aber so ins Spiel
gebissen, dass wir zurückkamen und zum 10:10 ausgleichen konnten. An der Seitenlinie erlitten ein paar Zuschauer wegen der
unglaublichen Spannung fast Herzinfarkte. Trotz unserer glasharten Defense konnte sich Aachen bis kurz vor die Endzone vorarbeiten.
Ein clever genutztes Foul konnte der Aachener Spielmacher dann zum für uns bitteren 11:10 nutzen.
Leider gab es wie im letzten Jahr einige Calls zuviel, so dass der Spirit etwas gelitten hat. Das ließ sich im Kreis nach dem Spiel allerdings etwas abmildern. Trotz der harten Niederlage, beide Teams hätten es nach diesem Spiel verdient gehabt, unter den besten 8 zu stehen, kann man nur stolz auf unsere Teamleistung sein. Das war die beste Bestätigung für mich, Teil des tollsten Ultimate-Teams der Welt zu sein!
Die Plätze 9 bis 16 waren uns also sicher, so dass wir nach einigen Bieren entspannt Richtung Schwabing aufbrachen, wo wir in einem netten Lokal nach Tip von Matthias Tiefseetaucher zünftige Riesenschnitzel verspeisen konnten. Biber hab ich auf dem Weg allerdings keine gesehen. Die Party fand in einer duften Disse auf dem Olympiagelände statt und zu München passend, gab’s erstmal eine Einlasskontrolle durch Türsteher, die einem mit Jacke oder Tasche den Eintritt verwehrten. Sowas hab ich auch noch nicht erlebt bei einer Frisbeeparty. Aber gut, wir kamen dann doch irgendwie rein, größere Probleme hatten da die Göttinger um Dave, aber mit der Frisur würde ich ihn auch nicht in ne Disco reinlassen. ;-) Die jungen Menschen konnten sich dann bei „Krawall und Remmidemmi!“ noch so richtig austoben und das köstliche Münchner Bier genießen. Ich sag nur: „Hey, die haben ja sogar 20er Streifenkarten für Bier! (Jan)“. Wie mir zugetragen wurde, schmeckt Pizza übrigens auch kalt. ;-) [Die war noch ein bißchen warm! Außerdem nur hinter einer Säule versteckt und nicht etwa sonstwo. ;)]
Für einen Sonntag Morgen kamen wir recht schnell auf die Beine. Grund muss das leckere Weißwurstfrühstück gewesen sein. Zu loben ist Flo, der als Einziger auch das passende Getränk orderte. Jan beging ein Zutzelfoul. Erster Gegner war Kaiserslautern, die wir ziemlich souverän besiegen konnten. Weiß noch jemand den Score? [12:5? Man muss ihnen zugute halten, dass sie auf der Party eifrig Tequila gegen Spiritpunkte getauscht haben. Außerdem hat Helge uns noch schlafwandelnd im Kabuff besucht. Er wollte dann an meinem Finger ziehen und davon soll Kinne wohl aufgewacht sein. Ich küss' die Wand!] Danach trafen wir auf die sehr sympathischen Gastgeber des Turniers. In einem schönen Spiel konnten uns die Tiefseetaucher unsere Schranken aufweisen. Zwei Nackerte, Stutzen und unglaublich lange Schnürsenkel sicherten ihnen den Sieg in der Kleiderkette nach dem Spiel, welches wir übrigens ?:? gewinnen konnten.
Auch ohne Matthias ist es immer prima gegen Darmstadt zu spielen, so hieß es also, den 9. Platz gegen sie zu holen. Leider wurden wir erst nach dem 0:3 von Meu geweckt, so dass wir mit etwas Verspätung erst ins Spiel und dennoch auf ein 8:6 kamen. Dummerweise schliefen wir dann wieder ein, so dass ich mich nur noch erinnere, wie die Scheibe nach dem 8:8 in unserer Endzone von einem Darmstädter gefangen wurde. Vorher versuchte Anne übrigens noch, einen 2m-Hünen bei einem Luftkampf auseinanderzureißen, was ihr nicht gelang. Nach Zusammensammeln aller Teile konnten wir Anne aber wieder zusammenbauen.
In einem sehr spannenden und hochklassigen Finale setzte sich Halle knapp gegen Karlsruhe durch und erreichte mit einer starken Zonenverteidigung und tollem Angriffsspiel verdient den Hochschulmeistertitel 2008. Isa gab währenddessen ihren auswendig gelernten Turnierbericht für das Radio ab.
Also, 10. Platz erreicht, alle heile geblieben, wirklich sehr viel Spaß gehabt, teilweise unser bestes Frisbee gezeigt (Zone? Pah!), ich liebe euch!
Besonders hervorheben möchte ich noch Ivo, unser Rookie of the Tournament, der sich als Riesenunterstützung herausstellte, weil er nicht nur unglaublich schnell und fangsicher war, uns somit einige Punkte sicherte, sondern gleichzeitig sehr bedacht und sicher bei Weitergabe der Scheibe im Feld war und sich auch in der Sympathiewertung nahtlos ins Team einfügte. Von der handvoll Defenses, die er geholt hat, mal ganz zu schweigen. Weiter so!
Besonderer Dank geht auch an Meu, der uns trotz seiner Verletzung beistand, mit Flos Tasche richtig gut aussah, bestens für Stimmung sorgte und im richtigen Moment die richtigen Worte fand.

Jörn
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