Jeronimo!!! Wir sind Vizemeister!!!


Disco Fever hat gerockt.
Die diesjährige Indoor DHM in Kaiserslautern war erfolgreich. Wir haben am Ende des Turniers den 2. Platz von 24 Hochschulteams für uns beansprucht. Dass es am Schluss für uns so positiv ausgeht, hat sicherlich am Samstagmorgen keiner gedacht. Doch irgendetwas steckte in unserem Unterbewusstsein. Etwas, dass nicht greifbar war, aber dennoch vorhanden. Dieses gewisse „Etwas“ äußerte sich schon – darüber sind wir uns im Nachhinein klar geworden – dass wir uns pünktlich um 5:45 am Bahnhof zur Abfahrt nach Kaiserslautern bereit machten.
Das Team, das zur DHM fuhr, bestand aus Anne, Kaya, Manu, Meu, Max, Stefan, Joscha und Ape. Marion und Jan waren schon einen Tag vorher angereist. Die Fahrt verlief ohne Komplikationen, so dass wir pünktlich – da war was im Busch - zum Captain's Meeting in Kaiserslautern eintrafen. Schnell noch einen Kaffee gekippt, eine Banane gefuttert und Marion und Jan eingeladen, dann ging’s auch schon zur Barbarossahalle. Die Halle war der Austragungsort unserer Gruppenphase.

Um 8:00 Uhr in Kaiserslautern angekommen, hatten wir um 9:00 Uhr unser erstes Spiel gegen die hässlichen Erdferkel aus Marburg. Nach einem intensiven Aufwärmen gingen wir mit viel Respekt vor unserem Gegner ins Rennen. Das „Etwas“ und unser, trotz einiger Startschwierigkeiten, konzentriertes Spiel ließ uns am Ende als Gewinner aus der Partie gehen. Das Ergebnis von 15:3 für uns war eindeutig. Doch während des Spiels fühlte es sich nicht so eindeutig an. Sicherlich lag es auch daran, dass Marburg viele neue Spieler auf dem Feld hatte, die noch nicht so viel Erfahrung mitbrachten.

Um 10:30 Uhr begann unser zweites Spiel gegen die DJ’s aus Berlin. Diese hatten im ersten Gruppenspiel deutlich gegen Konstanz gewonnen und waren uns als ernstzunehmender Gegner bekannt - eine erfahrene Truppe. Uns war klar, dass wir uns anstrengen mussten und uns nach dem positiven Start nicht zurücklehnen konnten. Wir haben konstant gespielt, eine gute Defense gezeigt und durch unseren Siegeswillen das Spiel für uns entschieden. Mit 16:6 für Disco Fever endete das Spiel.

Verwöhnt von den beiden Siegen erfuhren wir gegen Konstanz unseren ersten Dämpfer. Das Match begann um 12:00 Uhr und Konstanz spielte gut und sicher und wir irgendwie komisch. Nach der anfänglichen Dämmerphase dauerte es eine Weile, bis wir unser Spiel wiedergefunden hatten. Konstanz war ein super Gegner und hat uns daran erinnert, dass wir bei jedem Spiel 100% geben mussten. Endstand 13:8 für die Discos.

Nach einer Mittagspause trafen wir um 14:00 Uhr auf das noch junge Team aus Bielefeld. Bielefeld bewegt sich erst seit einem Jahr im Kreis der deutschen Frisbeegemeinschaft und war daher noch sehr unerfahren. Trotzdem ein Team mit großem Spirit und viel Potenzial. 17:3 für Disco Fever.

15:30 Uhr, letztes Spiel in unserem Pool. Zu diesem Zeitpunkt waren wir schon sicher auf Platz eins. Als wollten wir den Sack zu machen und nochmal richtig Spaß haben, bevor es am Abend nochmal ernst wurde. Das Spiel war gut und wir haben sicher und konsequent unsere Scheibe gespielt. Der Entstand von 18:1 für uns war deutlich, aber wie schon in den Spielen vorher fühlten wir uns nicht überlegen.

Für das Achtelfinale am gleichen Tag mussten wir die Location wechseln. Wir fuhren von der Barbarossahalle ins Unisport-Zentrum. Ich sage nur „ Seeedsound macht kleine Typen groß“. Dort hatten wir noch etwas Zeit. Vielleicht zu viel Zeit, denn viele fingen an hart zu chillen - nicht gut. Mit einer kleinen Polonäse und Discofever - Tanzeinlagen hielten wir uns wach. Wir wussten, dass es hier um was ging, deshalb machten wir uns früh warm, um fit zu sein. Um 17:40 Uhr trafen wir auf unseren Achtelfinalgegner Saarbrücken. Wir haben uns von Anfang an richtig reingehängt. Doch Saarbrücken konnte uns lange gute Paroli bieten. Irgendwann dennoch hatten wir sie geknackt und nach einem ewig geglaubten Hinundher konnten wir uns absetzen. Von da an haben wir das Ruder nicht mehr aus der Hand gegeben. Wir haben eine geile Defense abgezogen und in der Offense richtig langweiligen Frisbee gespielt. Wir haben uns so hart reingehängt, dass Marion einen geilen Dive hingelegt hat. Doch dieser wurde leider unsanft von der Hallenwand gebremst. Das sah übel aus, dachte sich der Großteil der Zuschauer und Spieler. In diesem Moment der Ungewissheit, wo niemand wusste, was mit Marion war, außer vielleicht der Gegenspieler, der mit ihr gegen die Wand gedived war, war es ein Atemzug lang still in der Halle. Doch plötzlich riss Marion die Scheibe hoch und schrie nur noch „Yeahhhhhh!!!!!“. Wir rannten auf's Spielfeld, und Party. Endstand nach einem letzten geilen Achtelfinale am Samstagabend 23:8 für die unglaublichen Discos.

Nach der Dusche gab es erstmal lecker Bier. Dann fuhren wir in die Innenstadt „lecker“ thailändisch essen. Nachdem wir die Reisschlacht gewonnen hatten und dieses komisch-scharfe aber irgendwie geile Zeugs einige nochmal zum Schwitzen gebracht hatte, ging es über den Weihnachtsmarkt Richtung Autos. In der Schlafhalle angekommen, hieß es: schnell Bettlager aufbauen, ein bisschen Trashtalk zum Abschluss, kurz bei der Party vorbei schauen, die Tanzfläche rocken und ab ins Bett. Die Nacht war etwas unruhig und unbequem, da über uns ein Orkan aus einer Lüftung gepustet wurde.
Am Sonntagmorgen lief alles sehr diszipliniert- Frühstück, Sachen packen und ab zur Barbarossahalle.

Um 10:00 Uhr begann unser Viertelfinalspiel gegen Aachen. Es gab zwei Sachen um den Endstand von 17:9 für Discofever zu erklären: 55 shots auf Seiten der Aachener am Abend zuvor und ein Zitat vom Aufbauspieler der Aachener: „rechts auf find ich scheiße!“.

Die Discos waren im Halbfinale. Dresden hatte im Viertelfinale knapp gegen Göttingen gewonnen, somit standen wir dem Team aus Sachsen gegenüber. Wir wussten, das wird kein Kindergeburtstag. Um 11:40 Uhr fiel der Startschuss. Die Zonenverteidigung der Dresdner hat uns von Anfang an Druck gemacht. Es war ein ständiges Hinundher. Beide haben sich nichts geschenkt. Beide haben Fehler gemacht. In letzter Minute konnten wir uns mit zwei Punkten absetzen und siegen. Dieses Spiel war Wahnsinn. Es war fair, hart und dreckig. Und als Meu nach unserer super langweiligen Offense den letzten Punkt gemacht hatte, gab es kein Halten mehr. Wir waren im Finale und hatten uns mit diesem Sieg eine der begehrten Nadeln gesichert. Endstand 11:9 für Würzburg.

Im Finale trafen wir um 15:00 Uhr auf das Team aus Halle. Die Hallenser gingen schnell mit 2:0 in Führung. Wir ließen uns einfach überrumpeln und ließen viel fallen. Nach einem kurzen Aufbäumen zum 2:2, setzten sich die Hallenser mit einigen Punkten ab. Wir kamen leider nicht mehr an sie heran. Das lag an vielen nicht gefangenen und verworfenen Scheiben. Schlicht: Wir haben nicht gezeigt, warum wir ins Finale gekommen sind. Obwohl wir auf dem ganzen Turnier gezeigt haben, dass wir richtig geilen Frisbee spielen können. Zum Ende hin haben wir nochmal zwei Punkte infolge gemacht und sind auf 14:11 ran gekommen. In der Schlussphase des Finales hatten wir uns zusammen gerauft und hatten nochmal Spaß. Man kann sagen, dass Halle ein sehr harter Gegner war, der durchweg erfahrene und gute Spiele auf dem Feld hatte. Wir hingegen waren etwas aufgeregt, welches unsere Flüchtigkeitsfehler erklären möge. Ein gutes Finale mit dem Endstand 15:11 für Halle.

Anschließend nahmen wir auf der Siegerehrung unsere Nadeln entgegen und dann hieß es: Feiern und Freibier!

Ape


Aus dem DFV Newsletter:

WG Halle verteidigt Hochschulmeistertitel im Ultimate

Der Wettkampfgemeinschaft Halle ist im Dezember die Titelverteidigung bei der Deutschen Hochschulmeisterschaft im Ultimate in Kaiserslautern gelungen. Ihr gelang der Finalsieg gegen die bis dahin ungeschlagenen, stark verbesserten WG Würzburg. Nach 16 Teams im Jahr 2008 nahmen nun 24 Teams mit mehr als 250 Spielern an der Veranstaltung statt.
Der offizielle Nachbericht: http://www.adh.de/de/medien/newsarchiv/news/team-der-wg-halle-kann-indoor-titel-im-ultimate-frisbee-verteidigen.html
Valid XHTML :: Valid CSS: :: Powered by WikkaWiki