Bericht vom HechTen 2008 in Kaiserslautern


Uns ist in alten mæren wunders vil geseit
Von wilden Fribeespielern, vom Cutten und von Hugs,
Vom Diven, Hammerwerfen, vom Breaken und von Blocks,
Von Endspiel und Finale, lest ihr nun in Ausführlichkeit.

Wir kämpften anfangs mehr gegen uns selbst als gegen Lauterns alte Riegen,
doch schließlich gewannen wir das erste Spiel recht entspannt.
Die Muggeseggle waren da schon viel schwieriger und nur mit Glück zu besiegen (12:11),
die haben nämlich weit geworfen und sind wie die Irren gerannt.

Die Bonnsais waren im Sand nicht so wirklich fit
und so wurden wir die Besten im Pool, was uns ganz gut gefiel.
Am Abend nahmen wir dann noch den Sieg gegen die Farmers mit,
und bekamen so einen Vorgeschmack auf unser Endspiel.

Nach dem Duschen (warm, in der Uni) steuerten wir den Thai unseres Vertrauens an,
schlugen uns die Bäuche voll und bestellten dann noch Dr. Funk's son.

Ja, ich hatte ja die Hoffnung den Turnierbericht in ein episches Sonett zwängen zu können, aber da passte ja jetzt nur der Samstag rein und auch viele strategische Finessen unserer Spiele werden nur durch eine exakte Interpretation offenbart (Außerdem: wer schafft es die Metrik hin zu einem schönen Jambischen Pentameter umzuformen?). Es stellt sich also die Frage, was unser Geheimnis ist.
Am Samstag hat Marvin uns folgende Strategie diktiert: Jeder der einen Pass wirft, der nicht ankommt, muss für zwei Punkte aussetzen. Kein Problem, dachten wir uns, aber nach ca. drei mühseligen Punkten gegen Alt Kaiserslautern hatten wir Mühe, genug Leute auf die Linie zu bekommen, die nicht aufgrund von dieser genauso internen wie drakonischen Regelung gesperrt waren. Aber, wir haben uns dann ganz gut gefangen und die Altlauterer konnten unserer jugendlichen Energie wenig entgegensetzen.

Die Muggeseggele waren da schon stressiger. Denen haben wir ja letztes Jahr prophezeit, dass sie uns dieses Jahr mächtig einheizen werden und so war es dann auch. Während wir unsere Punkte meist durch vernünftiges Kurzpassspiel in die Endzone handelten, haben die Muggeseggele ein langes Teil nach dem anderen in die Endzone geschickt und öfters mal auch gefangen (Stichwort: Seid ihr aber groß geworden). Schließlich stand es irgendwann 11:11 und nach drei Turns haben wir dann zum Glück den entscheidenden Punkt gemacht. Man kann nur hoffen, dass die Muggeseggele auch irgendwann anfangen zu altern und nicht andauernd nur immer besser werden.

Ja, dann haben wir noch die Bonnsais recht problemlos auf dem Sandplatz besiegt (Sandpremiere für Matthias) und haben uns dabei mit verschiedenen mehr oder minder nötigen Dive-Einlagen in Szene gesetzt. Am Abend fand dann unser erstes Spiel im oberen Pool gegen die Farmers statt. Die waren zwar gut, fast könnte man meinen das es so eine Mannschaft bis ins Finale schafft, aber in der zweiten Spielhälfte hatten wir uns dann einen gewissen Vorsprung herausgearbeitet und konnten diesen nicht nur halten sondern auch weiter vergrößern.

Wir konnten dann am Abend in der Uni warm duschen. Eigentlich sollten ja die Duschen am Spielort funktionieren, aber der einzige Mann der den mehrstelligen Sicherheitscode zur Entriegelung der Warmwasserzufuhr kannte, war schon im Urlaub auf Malle. Danach ging es dann wieder zum Thai, zum Burger King (bzw McDonalds) für Nachtisch und dann zur Party. Der DJ ließ eine rasante Abfolge unterschiedlicher Stilrichtungen an unsere Ohren dringen, so dass ich lieber mal etwas früher zu Bett gegangen bin. Die Party soll dann angeblich auch gegen drei zu Ende gewesen sein. Das exakte Partyende überraschte leider Jan und Anatol, die gerade mal rausgegangen waren, so dass sie leider als Partysieger übersehen wurden. Deshalb haben wir einfach selbst unseren Partysieg (Outdoor) proklamiert.

Sonntags Mittag, knapp nach dem Frühstück, haben wir dann Bamberg geschlagen. Es folgte das Halbfinale. Die durch das geschickte taktieren eines eingeschleusten Pick-ups Spieler ebenfalls in das Halbfinale bugsierten Lundis haben es uns am Anfang schwer gemacht und sind sogar leicht vorne gelegen. Nach Meus Callahan waren sie allerdings demoralisiert und so konnten wir es ihnen komfortabel heimzahlen. Im Finale sind wir dann wieder an die Farmer geraten. Das Spiel war so ähnlich wie das am Samstag, mit dem Unterschied dass wir diesmal am Ende Turniersieger waren.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass wir ziemlich konstant gute Leistung gebracht haben und uns weder von Punktevorsprung so übermütig machen, noch von Rückstand so frustrieren haben lassen, dass wir nicht doch noch gewonnen hätten. Die meisten Spiele sind dann ja auch deutlich zu unseren Gunsten ausgegangen. Gelobt werden müssen natürlich auch die anderen Mannschaften, die, abgesehen vom vorbildlichen Spirit, selbst auch immer so gut gespielt haben, dass wir es nötig hatten alles was in uns steckt zu geben.

Olli

p.s. Wer sich noch an die Spielstände und weitere Einzelheiten erinnert: Bitte ergänzen.


Ergebnisse:

Vorrunde:
Alt Lautern. 13-6.
Muggeseggele. 12-11
Bonnsais. 13-4.

Zwischenrunde:
Farmers. 13-6.
Bamberg. 13-7

Halbfinale:
Ars Ludendi. 13-7

Finale:
Farmers. 13-8.

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